Am Ende des Tages
2018 – 21 Min.
Während Ben mit seiner gewohnten Ruhe im Kiosk seines Onkels die Spätschicht beginnt, sind Mira und ihre Freundinnen schon mehr als Teil des Geschehens. Sie sind das Geschehen, die Wildheit der Nacht. Und das darf auch jeder mitbekommen, deshalb sind sie laut und von Bier zu Schnaps auch weitestgehend betrunken.
In Folge einer Pöbelwelle beschließt Mira, das Weiterziehen den anderen zu überlassen und kommt zurück in Bens Laden. Nicht wegen Ben natürlich, doch irgendwas gefällt ihr an diesem Nicht-Ort, verpflanzt mitten in die Eskalation der Nacht.
Über Chips- und Eissorten beginnen die beiden eine Unterhaltung, während immer neue Kunden und die Zeit an ihnen vorbeiziehen. In ihrem Gespräch wird klar: Was der Eine sucht, hat der andere zu genüge: Während Mira Ruhe nicht zulassen mag, weil sie sich mit ihrer Zukunft und ihren Entscheidungen auseinandersetzen müsste, ist Ben gefangen in der Monotonie des Beobachters. So bauen sich die zwei ein kleines Universum, einen Moment, der diese Nacht umspannt. Und beide wissen, dass das nicht mehr ist. Aber auch nicht weniger.

Mira: Luise Aschenbrenner
Ben: Merlin Leonhardt
Jessica: Ruby Commey
Carla: Bineta Hansen
Eine Produktion von Caroline Dietze & Svenja Heinrichs
Drehbuch: Lars Werner
Kamerafrau: Katharina Hauke
Masken- & Kostümbildnerin: Anna Kurz
Editorin: Wibke Deschamps Lange





